Die meisten Tauchreisenden nach Kap Verde denken sofort an Sal oder Boa Vista. Logisch, denn dort befinden sich die meisten Tauchschulen. Aber Santiago hat eine eigene, weniger bekannte Unterwasserwelt mit mehr als fünfzig Tauchplätzen, warmem Wasser das ganze Jahr über (um 25 °C) und vor allem: kein Gedränge.
Tarrafal: Grotten, Korallen und ab und zu Delfine
Die Bucht von Tarrafal im Norden von Santiago ist bekannt für ihre schönen Tauch- und Schnorchelplätze. Das Riff vor der Küste liegt relativ flach, was es für Anfängertaucher geeignet macht, und beherbergt Rochen, Muränen und Falterfische. Es gibt auch Unterwasserhöhlen, in denen das Licht spektakuläre Muster durch das Wasser zeichnet. In der Bucht werden gelegentlich zwei Gruppen von Delfinen gesichtet.
Cidade Velha: Tauchen zwischen Schiffswracks und vulkanischem Gestein
Vielleicht der überraschendste Tauchplatz der Kapverden liegt bei Cidade Velha, dem UNESCO-Weltkulturerbe, das du vielleicht schon aus der Kolonialgeschichte an Land kennst. Unter Wasser findest du hier vulkanische Felsformationen, natürliche Bögen und tiefe Höhlen. Das Gebiet weist zudem eine auffallend hohe Konzentration von Schiffswracks aus dem sechzehnten bis neunzehnten Jahrhundert auf: Überreste von Handelsschiffen und Marineschiffen, die hier untergegangen sind. Für Liebhaber der Unterwasserarchäologie ist dies einer der außergewöhnlichsten Orte des Archipels. Es gibt ein lokales PADI-Tauchzentrum in Cidade Velha selbst.
Ribeira da Barca: Segeln entlang rauer Klippen und versteckter Buchten
An der Westküste von Santiago liegt Ribeira da Barca, ein kleines Fischerdorf, das vor allem für seine dramatische Küstenlinie bekannt ist. Von hier aus fährt man mit einer Bootsfahrt oder Segeltour entlang steiler Klippen, versteckter Buchten und Felsformationen, die man vom Strand aus nicht sieht. Es ist ruhiger und weniger bekannt als Tarrafal oder Cidade Velha, aber mindestens ebenso beeindruckend, mit klarem Wasser und wenigen anderen Besuchern. Kaapverdië Tours organisiert Bootsfahrten ab Ribeira da Barca für diejenigen, die die raue Westküste von Santiago vom Wasser aus entdecken möchten.
Was kannst du unter Wasser erwarten?
Rund um Santiago sieht man regelmäßig Meeresschildkröten, Muränen, Oktopusse, tropische Rifffische, kleine Rochen und manchmal sogar Ammenhaie: ungefährliche Haie, die hauptsächlich auf dem Meeresboden ruhen. Die Sichtweite ist in der Regel gut und das Wasser ist das ganze Jahr über angenehm warm.
Schnorcheln und Bootsfahrten
Nicht-Taucher müssen nichts verpassen: Von Porto Rincão aus fahren Bootsfahrten zu den Höhlen von Água Belas, wo man zwischen Felsformationen und klarem Wasser schnorcheln kann. Auch bei Tarrafal ist das Schnorcheln vom Strand aus gut machbar.
Zeilen rund um Santiago
Wer lieber über Wasser bleibt, kann sich für eine Bootsfahrt oder Segeltour entlang der Küste entscheiden, zum Beispiel zu den Meereshöhlen von Ribeira da Barca. Das ist weniger bekannt als Tauchen, aber mindestens ebenso beeindruckend: schroffe Klippen, versteckte Buchten und klares Wasser, ohne den Trubel der großen Touristeninseln.
Neugierig auf mehr von dem, was Santiago zu bieten hat? Lesen Sie auch über warum Santiago die vielseitigste Insel der Kapverden ist.
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Häufig gestellte Fragen
Ist das Tauchen bei Santiago für Anfänger geeignet?
Ja, besonders bei Tarrafal sind die Tauchgänge relativ seicht und ruhig, was es für Anfängertaucher geeignet macht.
Gibt es Haie bei Santiago?
Ab und zu begegnet man Ammenhaien: harmlosen Haien, die hauptsächlich auf dem Meeresboden ruhen. Es gibt keinen Grund zur Sorge.
Muss ich meine eigene Taucherausrüstung mitbringen?
Nein, die lokalen Tauchzentren auf Santiago, unter anderem bei Cidade Velha, vermieten Ausrüstung und bieten geführte Tauchgänge und Kurse an.